Haltbare Möbel aus Asien
Das insbesondere für Möbel beliebte Material Teakholz wächst nicht etwa in Nachbars Garten, sondern wird aus dem asiatischen Raum importiert. Es stammt vom Teakbaum (Tectona grandis), einem Laubbaum, der in den Monsunwäldern Süd- und Südostasiens heimisch ist. Das wertvolle Teakholz zählt zu den wichtigsten Exporthölzern des asiatischen Raums. Seine besonderen Materialeigenschaften machen Teakholz zu einem Renner für die Möbelproduktion. Teakmöbel sind gleichermaßen für Drinnen und Draußen beliebt.
Vorkommen und Eigenschaften des Teakbaums
Unglaubliche acht Millionen Hektar umfasst das natürliche Teakholz-Areal allein in Indien – und auch in Thailand sind es stolze drei Millionen Hektar. Außerhalb dieses natürlichen Areals wird der Teakbaum in weiten Teilen Südasiens sowie im gesamten Tropenraum angepflanzt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts pflanzte man Teak auch in Teilen Afrikas und Lateinamerikas. Beim Teakbaum handelt es sich um einen hochwüchsigen Baum von 25-35 Metern, in Einzelfällen kann er gar bis zu 40 Meter Höhe erreichen. Die Krone setzt beim Teakbaum meist sehr hoch an, so dass die nutzbare, astfreie Stammlänge zwischen 20 und 25 Meter beträgt. Die filzig behaarten Blätter sind breit elliptisch bis eiförmig uns sitzen entweder direkt auf den Ästen oder an einem Stiel. Als Früchte trägt der Teakbaum kugelige bräunliche Steinfrüchte von ein bis eineinhalb Zentimeter Durchmesser – die Fruchtreife erfolgt zweieinhalb bis drei Monate nach der Blüte.
Rinde und Holz
Die weiche, blätternde Borke des Teakbaums ist grau bis graubraun und in etwa eineinhalb Zentimeter dick. Teakholz hat einen hellen Splint von zwei bis drei Zentimetern, das Kernholz ist gelb bis dunkelbraun und erhält von seinen dunkel-olivbraunen bis schwarzen Streifen die typisch gestreifte Musterung (Schwarzstreifen-Teak), die vor allem für burmesisches Teakholz charakteristisch ist. Im Querschnitt des Stammes werden die Zuwachszonen deutlich, wobei auch mehrere Wachstumsschübe innerhalb eines Jahres vorkommen können. Bei dem in der Regel geradfaserigen Teakholz tritt Wechseldrehwuchs nur selten auf. Neben einem Zellulose-Anteil von rund 43 Prozent und einem Lignin-Anteil von 30-39 Prozent speichert der Teakbaum mit bis zu fünf Prozent eine besonders große Menge an Kautschuk. Dieser ist verantwortlich für die ölige Beschaffenheit und die stumpfe Oberfläche des Teakholzes sowie dessen hohe Abriebfestigkeit, Säureresistenz und die starke Wasserabweisung. Durch sekundäre Planzenstoffe wie das fungizid wirkende Tectol und insektenabwehrendes Tectochinon ist das Kernholz besonders dauerhaft. Auch dem hohen Siliciumgehalt verdankt das Teakholz seine Resistenz gegen Insekten und andere Schädlinge.
Nicht zuletzt aufgrund dieser natürlichen Eigenschaften besitzt der Teakbaum ideale Voraussetzungen für eine Weiterverarbeitung seines Holzes. Das nicht nur optisch ansprechende Teakholz eignet sich insbesondere auch aufgrund seiner Materialeigenschaften für die Produktion hochwertiger Teakmöbel.